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Nicht nur für Minenarbeiter geeignet: Die Geschichte der Cornish Pasty
Pasteten sind in England bekannt seit dem 13. Jahrhundert. Ursprünglich fand man sie auf den Tischen der wohlhabenden Oberschicht
und der Könige.
In der traditionellen Form wurden sie damals gefüllt mit Wild-Fleisch, Rind oder Lamm. Zur Füllung gehörte eine mild bis gut gewürzte
Soße und manchmal auch Trockenfrüchte.
Die Cornish Pasty in ihrer heutigen Form entwickelte sich während der Zeit des Zinn- und Kupfer-Bergbaus in Cornwall – im 18. und 19.
Jahrhundert.
Die Minenarbeiter waren 10 –12 Stunden unter Tage, arbeiteten hart und brauchten eine gesunde nahrhafte Mahlzeit.
Die Cornish Pasty bietet da gleich mehrere Vorteile:
- man kann sie leicht erwärmen und auch längere Zeit warmhalten
- heiß von zu Hause mitgenommen und in einer Warmhaltebox aufbewahrt, blieben die
Teigtaschen bis zu 10 Stunden warm
- sie kann sowohl mit Messer und Gabel als auch mit der Hand gegessen werden
- In größeren Minen gab es besondere Öfen, in denen die Teigtaschen heißgehalten wurden.
Die Pasty wurde bei der Zubereitung mit den Initialen der jeweiligen Familie versehen.
So konnte jeder Minenarbeiter in der Pause sein Pasty wiederfinden.
- Die Arbeiter kamen beim Abbau des Metalls in Berührung mit giftigen Stoffen wie z. B. Arsen,
konnten sich aber vor dem Essen nicht die Hände waschen. Deshalb hatte die Pasty einen „Crimp“,
einen kräftigen gewellten Kranz an einer Seite. Die Minenarbeiter hielten ihre Pasty am Teigrand fest
und warfen nach dem Essen das Randstück weg.
In Cornwall gibt es seit 2002 die „Cornish Pasty Association“. Sie wurde von einer Gruppe von Pasty-Herstellern gegründet, um Qualität
zu sichern und Traditionen zu bewahren.
Eine authentische „Traditional Cornish Pasty” hat heute zwingend vorgegebene Merkmale:
Sie hat die charakteristische D-Form und den gewellten Kranz an einer Seite – niemals oben!
Die Füllung besteht bei der „Traditional Cornish Pasty” aus Gemüsestücken, die frisch geschnitten werden, und Beef. Ursprüngliche
Hauptbestandteile sind die gelbe Rübe, Kartoffeln, Zwiebeln, Cheddar-Käse oder Beef – abgeschmeckt in einer leicht pfeffrigen Sauce.
Inzwischen sind zu dieser „Ur-Pasty“ viele Varianten hinzugekommen.
Es werden grundsätzlich keine Geschmacksverstärker und Aromen verwendet.
Und – vielleicht das Wichtigste – die Pasty sollte tatsächlich in Cornwall hergestellt sein.
Die Pasty-Bäckereien in Cornwall beziehen ihre Rohstoffe wie Getreide und verschiedenste Gemüsesorten von nahegelegenen landwirtschaftlichen
Betrieben. Zum einen garantiert das eine gleichbleibend gute Qualität und Frische, zum anderen ist es ökologisch sinnvoll,
dass Lebensmittel nicht unnötig im ganzen Land umhergefahren werden.
In England hat sich nach der BSE-Krise seit dem Jahre 2001 ein grundlegender Wandel in der Ernährung vollzogen. Alternativ zur üblichen
Fleischernährung hat sich ein reichhaltiges vegetarisches Angebot entwickelt.
Das hat auch vor den Pasties nicht halt gemacht. Deshalb finden wir heute eine große Auswahl an vegetarischen und auch veganen Pasties.
Es gibt sie in verschiedenen Gewichten von 140 g bis 280 g, für den großen oder kleinen Hunger.
Sogar eine Vollwert-Pasty aus Vollkornteig mit einer bunten Gemüsefüllung können wir anbieten.
Der Pasty-Teig (die Teighülle) ist leicht gebräunt bis goldfarben, angenehm würzig, in der Regel glasiert mit Milch oder Ei (bei den veganen
Produkten wird die Glasur weggelassen).
Er ist in seiner Konsistenz so beschaffen, dass er das Einfrieren wie auch das Backen ohne Risse und Brüche übersteht.
Die ganze Pasty wird langsam 45-50 Min. bei 180°C gebacken, um zu gewährleisten, dass die Geschmacksstoffe der rohen Zutaten sich
voll entfalten. Im Gegensatz zu anderen Formen der Gemüsezubereitung gehen beim Erhitzen des Gemüses in der Teigrolle keine wertvollen
Mineralien verloren. So erhalten wir eine frische, gesunde und vollwertige Mahlzeit.
Meiner Frau und mir erging es wie schon vielen anderen Cornwall-Reisenden. Wir haben begeistert die verschiedensten Pasties genossen.
Und stellten nach der Heimkehr fest, dass es so etwas Gutes in Deutschland nicht gibt.
Ab sofort können Sie deshalb bei uns einen größere Auswahl an tiefgekühlten Pasties bestellen – Original aus Cornwall importiert.
Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit!
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